PRESSESPIEGEL

Live Review - Schwarzes Bayern (04/2012)

[...] Nach gescheiterten Projekten trafen sich 2008 Ric - Q Winther und El Toro und erkannten, dass ihre Ideen und Vorstellungen von einer Band mit etwas außergewöhnlichen Texten ziemlich übereinstimmten. Sie beschlossen ein Zwei-Mann-Projekt zu starten: Herzparasit. Mit ihrer melodischen, kraftvollen und tiefsinnigen Musik ist in den letzten Jahren ihr Bekanntheitsgrad, gerade im Münchner Raum, sehr gestiegen. Immer mehr Zuhörer fallen den Parasiten zum Opfer und lassen sich vergiften: Auch an diesem Abend das Ziel der Band. Mit auffälligem, beleuchteten Anzug, Hut und Make-Up stand Ric auf der Bühne. Recht aktiv konnte er aufgrund eines verletzten Fußes nicht werden, doch er suchte im Laufe des Auftrittes immer wieder die Nähe des Publikums, war sich auch nicht zu schade, den Club zu durchschreiten und aus der Mitte des Raumes zu singen. Das Licht sehr dunkel und düster gehalten, genau wie die Songs der Band. Leider kamen die Töne und der Gesang nicht sehr gut rüber, lag es am Ton oder doch an dem grippalen Infekt, der den Sänger neben dem Fuß auch noch hemmte? Um ein bisschen Leben im Club zu verbreiten suchten sie Mitstreiter für die Bühne, zum Rocken und zum Feiern. Zögerlich erklärten sich fünf berei,t dem Aufruf zu folgen. Die Präsenz im Scheinwerferlicht kam den Fans zu Gute. Für jeden gab es einen Gutschein für den Merchstand. Herzparasit haben an diesem Abend trotz kleiner Schikanen sicherlich ein paar vergiften können, das Konzept scheint zu stimmen. [...]

Side Line Music Magazine (01/2012)

Herzparasit is a new German formation, which sounds in the purest tradition of the so-called ‘Neue Deutsche Härte’. I immediately think of bands like ASP, Eisbrecher, In Extremo and of course Oomph! Herzparasit indeed will find a place among this list of ‘New German Hardness’ and I think there’s no better way than speaking about a hybrid of Oomph! and Rammstein. A lot of bands are regularly compared to these famous masters of the gothic-metal-industrial symbiosis and it will not be that different for Herzparasit. It doesn’t have to be seen as a negative item, as it can be a good reference as well. “Frommer Lämmer” is a quite cool production in the genre.
Globally speaking the songs are more metal-rock minded than Rammstein and Oomph!, but some parts of the guitar play and the electronic touch on top of some songs are pretty comparable. The album features great songs. “Dein Herz Verliert”, “Scharfer Schlaf” and Schmerz Ist Geil” are the main songs from this debut-CD. All the songs are powerful and captivating. And even if you don’t understand the German lyrics, you’ll for sure feel the humoristic touch running through this album as well. That’s definitely more Rammstein like.
I like the way Herzparasit however tries to put their stamp on the music. This is not just an emulation of the aforementioned bands, but a creative way to play with these influences. This band will do the support of the Umbra Et Imago tour (2012) and that will be for sure a real great opportunity to catch a wider audience and new fans.

(ED:7/8)ED.


The Pit.de (12/2011)

Wenn die Schäfchen des Herrn nicht zur Schlachtbank geführt werden, sondern sie mit Blut unterlaufenen Augen und Heiligenschein am Kreuz hängen, sind es wahrscheinlich „Fromme Lämmer“. Dies ist nicht etwa das Titelbild eines Satiremagazins, sondern das Cover der Debütscheibe von Herzparasit, welches schon ohne die erste Hörprobe provoziert.
Herztöne erklingen, werden von Störungen unterbrochen und dann regiert das gesprochene Wort. Die Zeile „Lass dich vergiften“ ertönt im Hintergrund und Ric-Q gibt mit eindrucksvoller Stimme einen Ausblick, was den Hörer erwarten wird. Es sind Texte, die von Angst und Verfall handeln, in denen sozialkritische Themen vorkommen, genau wie das herzbrechende Thema Liebe. Die Zwei-Mann-Formation legt ein markantes, ruhiges Intro hin, welches Interesse und Spannung aufbaut.
„Angst fängt dich“ ist der erste Frontalangriff auf die Gehörgänge. Martialische Riffs, treibende Drums und elektronische Klänge treffen aufeinander und ergänzen sich zu einer dunklen, kraftvollen Mischung, die die durchaus gelungenen Texte immer wieder unterstreichen. Ric-Q überzeugt mit markant exzentrischer Stimme und schafft es so, die Stimmung überzeugend wiederzugeben. Dies setzt sich auch bei dem nachfolgenden Song „Alphatier“ fort. Hier gibt es einen brachialen, ironischen Blick auf Narzissmus und übersteigertes Selbstbewusstsein von selbsternannten Leithammeln. 
In „Dein Herz verliert“ und „1000°“ werden Themen wie Verlassen von alten Strukturen und Angst vor Einsamkeit besungen, was dem Album auch einen düster-melancholischen Anstrich gibt. Herzparasit liefern hier authentische Lyrics, die oft unter die Haut gehen und zum Nachdenken anregen.
Mit Pianoklängen eingeläutet startet „Rattenloch“. Diese zynische Abrechnung mit den Strukturen des Musikbusiness wird aufs Beste mit kurzen Riffs untermalt, die stellenweise Gewehrsalven gleichen. „Scharfer Schlaf“ bleibt im Geschäft und schiebt den zu erwartenden, typischen Kritiken den Riegel vor. Mit der Textzeile „Doch wir sind weder Rammstein, noch Oomph, noch Megaherz“ nimmt man allen Quervergleichen den Wind aus den Segeln und dringt auf seine Eigenständigkeit. Und diese können Herzparasit durchaus beweisen, musikalische Ähnlichkeiten zu den genannten Bands sind zwar durchaus vorhanden, aber Ric-Q und El Toro kreieren durchaus einen eigenen Sound. Doch auch textlich setzen sie sich ab und schaffen es, wie bei „Flaschengeist“, immer wieder einen Sprung in die Gegenwart zu unternehmen und dem momentanen Zustand der Gesellschaft einen bitter-süßlichen Spiegel vorzuhalten.
„Giftschlange feat. Nemesis“ ist ein leidenschaftliches Duett zum Thema Versuchung, welches von beiden Protagonisten überzeugend vorgetragen wird. Dem schließt sich „Salz in meiner Wunde“ an, welches sowohl ruhige als auch kraftvolle Töne mit sich bringt und durch einen guten Chorus abgerundet wird.
„Herzparasit“ bildet den Abschluss der CD und bringt die gesamten Stücke noch einmal auf den Punkt. Der Herzparasit saugt sich an, schluckt alles Leid und setzt sich fest. Gut zwei Minuten rein akustisch dargereicht, dann setzen wieder treibende Riffs ein und kriechen tief unter die Haut. Dieser Track bietet eine weitere Bereicherung und einen gelungen Schlusspunkt.

„Fromme Lämmer“ ist ein abwechslungsreiches, eindrucksvolles Debüt von Herzparasit. Melodisch und kraftvoll dringen die Stücke tief in die Gehörgänge ein und setzen sich dort fest. Brachiale Gitarren, treibende Beats und ausdrucksvolle Stimme geben dem Silberling den Glanz. Tiefsinnige Texte, die teils im Abstrakten liegen, bringen die besondere Würze, auch wenn sie noch nicht alle ausgereift wirken. Herzparasit schaffen ihren eigenen Sound und man darf gespannt sein, wohin der Weg der Bayern führen wird.


Bewertung: 7.5 von 10 Punkten
Tina Himmelreich


Doppelpunkt.de Independent News I (11/2011)

Die Band HERZPARASIT bietet uns mit genial schlicht gezeichnetem blasphemischem Cover den einen, lustigen Lichtblick in diesem noch ertragbarem Herbst und musikalisch dazu ein wahres Highlight. Im Song „scharfer Schlaf" beschreiben sie Ihren eigenen Anspruch und vermitteln auch konkret ihre Botschaften wie z.B. „sperrt uns in eine Schublade und wirf den Schlüssel weg", gemünzt auf folgenden Beitrag deutscher Rockkultur, „wir sind weder Rammstein noch Oomph noch Megaherz, wir sind nicht die bösen Männer, wir sind liebe, fromme Männer", wer's glaubt, wird auch noch Selig zu den Bands zählen dürfen, die da Pate gestanden haben. Die CD „Fromme Lämmer" (Echozone/Sony) ist auf jeden Fall ehrlicher düsterer Rock mit Lust und Leidenschaft in die Rillen gepresst und mit viel Herzblut aufgeführt. Der ultimative Song zum Zustand der gegenwärtigen Gesellschaft ist der Mini-Hit „Flaschengeist", ein Grund mehr diese Scheibe zum Monatsfavoriten zu küren.


Darkheartmagazin (12/2011)

Wertung: Wertung: (6/7) Monden

Der Sound von Herzparasit bewegt sich zwischen Metal, Rock, Gothic und Industrial. Deutschsprachige inhaltschwere Lieder wie "Alphatier", "Angst fängt dich" oder "Dein Herz verliert" wecken Erinnerungen an Bands aus dem Bereich "Neue Deutsche Härte", doch scheinen Herzparasit keine Epigonen dieser Musikrichtung zu sein sondern widmen sich vielmehr einer Neuinterpretation dieses Genres. Sowohl thematisch wie auch optisch sind Herzparasit anders und bezeichnen ihre Musik denn auch als "Deutschen Herz-Industrialmetal". Dunkle Sounds und nicht minder dunkle Texte kombiniert das Duo aus El Toro und Ric-Q mit kraftvollen elektronischen Tönen. Ein typisches Lied für Herzparasit auf ihrem Debüalbum "Fromme Lämmer" ist sicher "Rattenloch" - quälend und bedrückend zugleich hält uns Herzparasit den Spiegel vor und zeigt uns die verletzlichen Seiten unseren Lebens. Die Texte handeln von Entfremdung, Sprachlosigkeit, Vergänglichkeit und Angst vor dem Verfall. Beste schwarze Szenethemen also mit denen Herzparasit auf den Spuren von Unheilig, Rammstein, Eisbrecher und Oomph wandeln. Man darf gespannt sein wie "Fromme Lämmer" bei den Hörer ankommen wird.

Für uns sind sie auf jeden Fall einer besten neuen Acts dieses Jahres! Fazit: Top-Newcomer!


CD Review kalle-rock.de (11/2011)

Da ist es nun also, das Album von Herzparasit. Ich bin echt gespannt, schließlich hat unser lieber Kalle ja mächtig Alarm wegen dieser Band gemacht. Nun schau ich mal, ob diese Vorschusslorbeeren auch gerechtfertigt sind.

Das Album startet mit "Schwarzes Glas". Leichte Beats im Hintergrund gehalten und Spoken Words. Unspektakulär aber effektiv. Kann man als Start so stehen lassen. "Angst fängt Dich" kommt als nächstes und schon rockt es los. Neue Deutsche Härte der Marke OOMPH!, Megaherz und Eisbrecher. Geile Stimme, gute rockige Gitarre. Es groovt schön. Ein treibender Beat treibt den Song gut voran. Guter Song. Es folgt "Alphatier" und hier geht es etwas schneller los als beim Vorgänger. Schöner Synthie-Einsatz. Qualitativ wird das Niveau im oberen Bereich gehalten. Auch wenn der Text etwa zu klischeemäßig ist, was garantiert aber so gewollt war. Weiter geht?s mit "Dein Herz verliert". Nach drei Songs merkt man aber deutlich, dass Herzparasit die Songs nach dem Schema F für NDH gestrickt haben. Das bedeutet: Harter riffiger Beginn, danach nehmen sich Gitarren zurück und lassen den Bass führen. Das ist jetzt nicht schlecht und reiht sie in die Riege der genannten Top-Acts dieses Genres ein, nimmt aber die Eigenständigkeit. Aber das ist lediglich meckern auf hohem Niveau. Denn auch dieser Song ist technisch gut gemacht.

"Blut will fließen" heißt es im folgenden Track. Schöne Gesangslinie, die etwas härter beginnt und kurz darauf wieder etwas "sanfter" wird. Ein schöner Song, den man sich auch gut im Radio vorstellen kann. Im Hintergrund hört man immer wieder kleinere Details heraus, die einem beim ersten Hinhören nicht erschließen wollen. "1000 Grad" startet schön ruhig. Haben wir hier vielleicht die erste Ballade des Albums? Na ja, fast. Sagen wir mal "Halb-Ballade". Denn nach den ruhigen Part geht es wieder etwas mehr "in die Vollen!". Aber der Song geht gut rein und es macht Spaß zuzuhören. Ein Piano-Intro läutet "Rattenloch" ein, der relativ episch daher kommt vom Arrangement. Mehr Synthie-Einsätze, Stakkato-Gitarren und stampfende Drums treiben den Song gnadenlos voran. Für mich ein schönes Highlight, weil er ein wenig aus dem bisherigen Schema ausbricht. Auch wenn ich nicht weiß, ob die eine Textzeile eine Reminiszenz an Die Ärzte zu verstehen ist, oder einfach nur dreist geklaut wurde (wenn Ihr den Song hört, werdet Ihr die Stelle schon bemerken). "Flaschengeist" überrascht mit ungewöhnlicher Härte und düsterer Stimmung. Fies dreckige Gitarren dominieren hier. Schön dass gleich ein weiteres Highlight folgt. Wird bestimmt ein Live-Knaller. Der folgende Track "Ein letzter Schnitt" startet ungewöhnlich, denn man denkt eine marschierende Masse zu hören, was von den Drums unterstützt wird. Auch dieser Song wartet mit einem angenehmen Härtegrad auf. Auch die Stimme wirkt "angriffslustig". Gefällt!

Die Keyboards sind auf "Leierkasten" gestellt, "Scharfer Schlaf" startet. Ein etwas anderes Schlaflied. Treibende Gitarren die düster vor sich hinriffen. Immer wieder unterbrochen, um Bass und Synthies die Führung zu übergeben. Aber die Idee, bekannte Schlaflieder anders zu interpretieren ist zwar nicht neu (siehe OOMPH! - Sandmann), aber immer wieder gut. Bei "Giftschlange feat. Nemesis" haben wir ein Duett, dass zwar komplett an "Brennende Liebe" erinnert, aber beide Protagonisten performen hier so leidenschaftlich, dass man ihnen die "Chemie" durchaus abnimmt. Mit "Salz in meiner Wunde" haben wir die nächste "Ballade". Perfekt gemacht fürs Radio. Der Song bleibt gleich beim ersten Hinhören fest im Ohr. Der beste Refrain des ganzen Albums. Das größte Highlight des Albums! Die Hymne für alle S/M-Anhänger wird bestimmt "Schmerz ist geil". Rammstein-mäßige Gitarren, guter Groove und provozierender Text, so werden Kontroversen geschaffen. Bei "Milch" denkt man bestimmt an einen ruhigen Song, aber daraus wirdnichts, denn auch hier dominieren harte Gitarren, die einen schönen Groove fahren. Auch schön, dass dieser Song auch wieder etwas aus dem selbst geschnürten NDH-Korsett ausbricht. Zum Schluss folgt die Band-Hymne "Herzparasit". Geiler Beginn, der komplett akustisch gehalten ist. Hier kann man sich schön auf die Stimme konzentrieren, die wirklich gut ist. Nach knapp 2 ½ Minuten deutet sich schon an, dass es gleich härter wird. Bis dahin ist es ruhig, aber dann explodiert der "Herzparasit". Geiler Schlusspunkt! Hier geht?s nochmal direkt nach vorn, bevor das Album endet.

Fazit:

Zuerst die positiven Fakten: Das Album ist sehr gut produziert. Es gibt genügend Druck um den Kopf immer in Bewegung zu halten. Die Arbeit an den Instrumenten ist zwar nicht innovativ und anspruchsvoll, dafür aber effektiv und technisch einwandfrei. Die Stimme ist super und hat einen schönen Wiedererkennungswert. Der Hörspaß insgesamt ist gegeben. Auf einer Skala von 1 bis 10 würde ich das Album auf einer guten 7 eintakten.

Jetzt allerdings zum negativen Aspekt, der - denke ich mal - in der Review ziemlich häufig zur Sprache kam: Es fehlt die Eigenständigkeit! Die musikalische Arbeit ist komplett nach dem Schema F gestrickt, was jetzt nicht schlecht ist, da es ein bewährtes Konzept ist, aber dafür gibt es schon zu viele Bands auf diesem Bereich, die es einer neuen Band dadurch schwer machen, sich zu behaupten. Die Lyrics schwanken zwischen gut, klischeehaft und einfallslos. Was bitte nicht komplett negativ zu verstehen ist. Ich schreibe auch Lyrics und weiß wie schwer das ist. Auch mir passiertes häufig, dass ich standardisierte Reime aufschreibe, weil mir nichts einfällt - ich benutze sie aber eher als "Platzhalter" bis ich was besseres gefunden habe. Das Glück von Herzparasit ist, dass die Lyrics - und deshalb sagte ich: nicht komplett negativ sehen - zum Song passen. Also wurde hier songdienlich getextet, was ja wieder gut ist. Die "Ärzte-Sache" klammere ich jetzt einfach mal aus. Im Großen und Ganzen ist Herzparasit mit "Fromme Lämmer" ein anständiges Album gelungen, dass immer dann richtig gut ist, wenn man aus dem eigenen Konzept ausbricht. Das sollte der Band natürlich auch aufzeigen, dass wenn sie sich mehr Eigenständigkeit erarbeiten, sie eine große Zukunft verfolgen können. Potential ist da, nur will keiner eine Rammstein-, OOMPH!- oder Eisbrecher-Kopie sehen.In diesem Sinne wünsche ich der Band bei der Suche viel Glück und Erfolg!

Rock on!
Pat St. James

Anmerkung von Kalle: Sie sind keine Kopie der genannten Bands. Es mag den Eindruck erwecken, doch sind Herzparasit komplett eigenständig und haben ihren eigenen Stil. Das sie ähnlich wie die genannten Bands klingen, liegt an der Überflutung in der Szene durch die anderen Bands. Live sollte man sich Herzparasit auf jeden Fall anschauen, denn da kommen die Songs um noch so einiges kräftiger rüber.


CD Review deutschmaschine (11/2011)


CD Review Sonic Seducer (11/2011)


CD Review Gothic Magazin (11/2011)


CD Review auf metal.de (11/2011)

"Wir sind weder RAMMSTEIN, noch OOMPH!, noch MEGAHERZ", singt Ric-Q. in "Scharfer Schlaf" und kokettiert damit mit Bands, die den Stil HERZPARASITs durchaus geprägt haben. Im Einzelnen sind HERZPARASIT Sänger Ric-Q. und Gitarrist El Toro, die für Liveauftritte noch um zwei Musiker, EnnionPG (Bass) und Mr. SM (Drums) verstärkt werden. Ric-Q. war zuvor Frontmann, Texter und Sänger der Band REDLINE. Die Idee zu HERZPARASIT trug er schon länger mit sich herum, da viele seiner Melodien und Textfragmente zu abstrakt für seine alte Band waren.

Da auch El Toro auf der Suche nach einer neuen musikalischen Heimat war, gründeten sie die Zwei-Mann-Formation HERZPARASIT. Seit 2009 entstanden mehrere Musikvideos, die auf YouTube zu sehen sind. Außerdem absolvierten sie zahlreiche Auftritte als Support für Bands wie OOMPH!, J.B.O oder JENNIFER ROSTOCK. Dadurch hat sich die Band schon vor Erscheinen des ersten Albums eine kleine aber treue Fangemeinde erspielt. Jetzt liegt mit "Fromme Lämmer" das Debütalbum vor. Nach "Schwarzes Glas", einem vertonten Gedicht von Ric-Q. geht es los. "Wir sind nicht die bösen Männer, wir sind liebe fromme Lämmer. Lass dich vergiften", fordern HERZPARASIT. Einer Aufforderung, der man gerne nachkommt. Musikalisch sind sie den anfangs erwähnten Bands zuzuordnen. "Angst fängt Dich" oder "Schmerz ist geil" könnten von der Instrumentierung und vom Songaufbau her durchaus aus der "Herzeleid"-Zeit von RAMMSTEIN stammen.

Songs wie "1000°" oder "Giftschlange" schlagen eher in die Richtung von OOMPH!. Trotz dieser erkennbaren Parallelen schaffen es Ric-Q. und El Toro aber, ihren eigenen Sound zu schaffen, der düster, rockig und stellenweise melancholisch daherkommt und keinesfalls auf ein breites Mainstreampubilkum zielt. Manche Songs brauchen ein paar Durchgänge, um wirklich zu gefallen. Dafür entdeckt man immer wieder neue Aspekte: ein besonderes Solo oder elektronische Klänge, die viele Songs begleiten. Auch textlich können HERZPARASIT überzeugen. "Rattenloch" ist eine kritische Abrechnung mit dem Musikgeschäft, während in "Alphatier" Selbstironie eine große Rolle spielt. Wem RAMMSTEIN zu massenkompatibel und OOMPH! zu kopflastig sind, findet in HERZPARASIT eine echte Alternative. "Fromme Lämmer" ist ein wirklich gelungenes Debütalbum. Als Anspieltipps eignen sich "Alphatier" oder "Scharfer Schlaf".

Autorenwertung: 8 von 10 Punkten von Michael Krause


CD Review auf SCHWARZES Bayern (11/2011)

Provokant ist das schon: Vom Cover blicken blutrote Augen eines gekreuzigten Schafes mit Dornenkrone und Heiligenschein. Nur die Verletzung in der Seite fehlt, ansonsten wäre dieses Bild eine noch perfektere Blasphemie. Aber genau das scheinen Herzparasit mit ihrem Debüt-Album „Fromme Lämmer“ erreichen zu wollen. Provokation und Aufmerksamkeit.
Lange musste man auf diesen Silberling warten, war er doch schon vor einem Jahr angekündigt und wurde fleißig promotet durch YouTube-Videos. Wer Herzparasit aufmerksam verfolgt hat, kennt einige Songs bereits. Als Support von Stahlmann oder Megaherz haben sie sich bereits einen Namen gemacht.
[...]
Am 04.11.11 erscheint also endlich das langerwartete Debütalbum von Herzparasit – und beginnt mit ein paar Soundeffekten, die das Gedicht „Schwarzes Glas“ von Ric-Q untermalen. „Liebe ist die Beerdigung der Herzen und ein Gedicht der Grausamkeit“. Eine unromantische Ansicht, aber wer erwartet schon Romantik auf einem Industrialmetalalbum?
Mit „Angst für dich“ geht es weiter und hier hört man, dass auch der Rest der Band etwas auf dem Kasten hat. Mit Gitarrengeschrammel und Schlagzeug wird hier gearbeitet. Es sind nicht nur Elektro-Klänge, mit denen aufgewartet wird. Der dritte Song fetzt. Live klingt das „Alphatier“ sicherlich noch besser und ermuntert zum wilden Kopfschütteln.
Bei Liedern wie „Blut will fließen“, „Ein letzter Schnitt“ oder „Schmerz ist geil“ ist der Titel – zumindest textlich – Programm.
Abwechslung wird großgeschrieben. Es gibt immer wieder neue musikalische Elemente in den Songs, Soli, die überraschen, elektronische Einspielungen, die unerwartet kommen. Da fallen die Wiederholungen kaum auf, die man nur beim genaueren Hinhören bemerkt. Wer sich die Zeit nimmt, einmal auf die Texte zu achten, wird auch nicht enttäuscht werden. Ric-Q hat sich hier viel Mühe geben. Dabei will er einmal die Bibel umschreiben, singt über Schreie und Schmerz, Liebe und Hass, Sehnsucht und Amokläufe. Im Booklet kann man neben zahlreichen Fotos des Duos lediglich eine aussagekräftige Textzeile aus jedem Song lesen. Neben zum Teil harten und schonungslosen Worten, wird aber auch das bekannte Kinderlied „Schlaf, Kindlein, schlaf“ zitiert und umgedeutet, und Die beste Band der Welt, Die Ärzte, müssen mit einer Zeile aus „Schrei nach Liebe“ dienen. Manche mögen dies toll finden, mich hat vor allem die Textzeile aus „Schrei nach Liebe“ verwundert und ein wenig gestört. Die Ärzte sind halt doch etwas ganz anderes.
Alles in allem ein gelungenes Debüt, das vor allem demjenigen gefällt, der Ooomph!, Megaherz oder die zahmeren Rammstein-Songs mag. Lasst euch vergiften!


CD Review auf Streetteam Berlin (11/2011)

Provokant und doch stets kritisch kommen HERZPARASIT Ric Q. Winther und El Toro daher und servieren uns hier einen Cocktail aus Progressiv Rock und „Metal“- ischen Klängen. Ich denke bei diesem Album wird es sich sicher genauso wie bei dieser Combo an sich einmal wieder darum drehen ob man es/sie mag oder nicht.
Liebe oder hasse es kann hier nur die Devise sein. Harte Klänge krachen einem hier entgegen, die perfekt eingespielt wurden um dem gewillten Fan genau zu geben was er will. HERZPARASIT gehen die Probleme dieser unserer Welt auf ihre eigene und ganz persönliche Art an.
Musikalisch bewegt sich dieses Album eindeutig in der Ecke von Hard Rock und Heavy Metal mit „klaren“ deutschen Texten.
Alle auf dem Album enthaltenen Songs sind bereits schon als Free Download erschienen und kommen auf diesem Album noch einmal im völlig neuen Gewand daher. Völlig neu gemastert und zum Teil völlig neu eingespielt kommen die Songs aus dem Äther und klingen somit komplett neu. HERZPARASIT klingen Ehrlich und rocken mächtig!

Unser Fazit: Kaufen! Anhören! Abfeiern! Und auf die Live Performance warten. Es lohnt sich!


Herzparasit ist der Szenetipp in Marco Polo Reiseführer München 2011

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Szene
Reiseführer München: Münchner Bands
Gitarren, Drums und Bass sorgen für den charakteristischen Klang, deutsche Texte dazu, und fertig ist der Deutschrock. In und um München hat die musikalische Richtung viele Freunde. Ganz neu ist die Band Herzparasit. Sänger Ric-Q Winther und Gitarrist El Toro thematisieren in ihren Liedern Angst und Verfall des menschlichen Daseins (www.herzparasit.de)
(...)


Herzparasit gewinnt den MaxiDSL Contest 2011 (02/2011)


Ric-Q im Musikmarkt (06/2010)

Ric-Q spricht im Musikmarkt über T-Shirts (hier klicken)


Rough Radio Konzertbericht (05/2010)

[...]HERZPARASIT sind ganz sicher eine jener Bands, die sich nicht nur auf CD gut anhören, sondern auch live. Ich für meinen Teil finde, dass die Songs live noch druck- und kraftvoller rüberkommen, als man sie ohnehin schon kennt. Kurzum, klasse Sache. Jeder, der auf Eisbrecher, Oomph!, Megaherz und Co. steht, sollte HERZPARASIT auf alle Fälle auch mal live gesehen haben. Kompliment![...]


Süddeutsche Zeitung (01/2010)

Ankündigung vom 16.01.2010 (hier klicken)


Megazin - MAXI DSL Review (02/2009)

So sehen Sieger aus!
Frisch aus der Anstalt könnte die letzte Contest-Band an diesem Abend,
Herzparasit, mit ihren blutverschmierten weißen Schutzanzügen gerade
kommen. Dieser Herz-Industrial-Metal geht im wahrsten Sinne des
Wortes unter die Haut. [...]

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